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K_Coutaud


Coutaud, Lucien
(*) 1904, Meynes, Gard (x)1977, Paris
1904 Lucien Coutaud wird am 13.Dezember in Meynes, Gard geboren. Seine Kindheit und Jugend verbringt er in Nîmes. In seiner Freizeit liebt er es sich Stierkämpfe anzusehen.
1920 schreibt sich Coutaud an der Ecole des Beaux-Arts in Nîmes ein.
1924 beauftragt André Fraigneau Coutaud sein Buch „Spectacles“ zu illustrieren. Darauf folgen weitere Bücher und eine langjährige Zusammenarbeit.
1926 besucht Coutaud das Ecole des Arts Decoratifs in Paris. Gleichzeitig entwirft er für Charles Dullin Kostüme und Bühnenbilder für dessen Theaterstücke.
1928 Während Coutaud seinen Wehrdienst verrichtet, feiert das von Ihm ausgestattete Theaterstück „Les Oiseaux“ in Paris erfolgreich Premiere. Im April kehrt Coutaud nach Paris zurück. Die ersten Gemälde entstehen und werden von Rose Adler verkauft.
1929 Coutaud besucht Genf, wo „Les Oiseaux“ dargeboten wird. Er widmet sich weiterhin der Malerei, fasziniert von den Arbeiten Klees und De Chiricos, entsteht Coutauds traumartiges, bühnenähnliches Bilderuniversum. Es ist für Coutaud eine Zeit voller Probleme und Fragen, der einzige Lichtblick ist ihm die Gesellschaft seiner zukünftigen Frau, der jungen Künstlerin Denise Bernolin.
1931 Zusammenarbeit mit Jean Louis Barrault am Theater. Der Sammler und Kritiker René Gimpel ermutigt Coutaud weitere Gouachen zu schaffen.
1932 Coutaud beschäftigt sich mit der Arbeit der Surrealisten, verfolgt jedoch seinen eigenen Weg und ist besorgt sich seine Unabhängigkeit zu waren. Seine Bewunderung gehört einzig den Arbeiten Picassos. Gegen Ende des Jahres wird das Interesse an Coutauds Werken größer und erstmalig von finanziellen Sorgen befreit, beginnt der Künstler zahlreiche neue Projekte in Öl.
1934 Er portraitiert Henri Sauget. Während seines Urlaubs mit Marie Cuttoli in Nîmes trifft er Picabia.
1935 Er trifft Picasso und Matisse, die seine Leidenschaft für Stierkämpfe teilen. Marie Cuttoli bewegt Ihn seinen ersten großen Wandbehang „Paul et Virginie“ zu entwerfen.
1936 Er wird beauftragt an einer bemalten Holztafelung für die Decke des Restaurants auf der Exposition des Arts Decoratifs 1937 mitzuarbeiten.
1937 Einzelausstellung seiner Werke in der Galerie de Fleurus.
Er illustriert Gedichtbände. Dank Rose Adler finden einige seiner Gemälde den Weg in amerikanische Sammlungen und werden in amerikanischen Museen ausgestellt.
1938 Zwei Theaterstücke mit Bühnenbildern und Kostümen von Coutaud feiern zu Beginn des Jahres Premiere. Im Sommer trifft Coutaud mit Marie Cuttoli in Mougin erneut Picasso. Anschließend bereist Coutaud die Toskana.
1939 Coutaud wird beauftragt für die „Universal Exhibition“ in New York Panelle für den französischen Pavillon zu kreieren.
1940 Er illustriert weitere Publikationen. Weihnachten verbringt er mit Picasso, Dupin, Laurens, Lazaros, Hugnet, Nush und Eluard.
1941 Illustration von Paul Eluards „L’amour la poésie“ mit dreiunddreißig Gouachen. Im Juni trifft er Jean Cocteau. Er nimmt erstmalig am Salon d’Automne teil.
1942 Mehrfach Treffen mit Picasso. Coutauds Malstil erfährt eine deutliche Veränderung.
1943 Mehr als 20 Bühnenbilder und 50 Kostümentwürfe in Zusammenarbeit mit Barraullt für „Soulier de Satin, von Claudel. Mehrfache Besuche bei Picasso. Besuche von Queneau und Denos bei Coutaud.
1944 Am 28. Juni besucht Jean Paul Satre das Atelier von Coutaud.
1945 Coutaud stellt im ersten Salon du Mai, in der Galerie Maurs, im Salon des Independants, im Pariser Herbstsalon und im Palais des Beaux Arts in Brüssel aus.
1946 Illustrationen für Lise Deharme. Bekanntschaft mit Oscar Dominguez. Ausstellung beim Pariser Herbstsalon.
1947 Illustrationen für Gilbert Lely. Bekanntschaft mit Boris Vian. Reise durch Südfrankreich.
1948 Ausstellung bei Maeght in Zusammenhang mit einer Veröffentlichung Gilbert Lelys. Einladung zu Biennale nach Venedig.
1949 Reise nach Belle Ile en Mer. Treffen mit Max Ernst. Tod von Charles Dullin.
1950 Schwerer Unfall beim Aufbau eines Bühnenbildes.
1951 Illustrationen für Rimbaud. Arches Preis für „La lune noir“. Ausstellung in der Galerie Rive Gauche.
1952 Ankauf eines Ferienhauses an der Küste von Villerville. Erste Gemälde vom Strand „Cheval de Brique“.
1953 Einzelausstellung im Kamakura Museum in Japan. Ausstellung in Tokio. Reise nach Florenz. Entwürfe für ein Theaterstück und das Mai Musical mit Maria Callas. Reise nach Venedig. Treffen mit Picasso beim Stierkampf in Nîmes.
1954 Inspiration durch Besuch einer Arcimboldo Ausstellung. Sommer am „Cheval de Brique“.
1955 Zahlreiche Ausstellungen in Paris und New York.
1956 Seine Bühnenbilder und Kostüme werden erstmalig ausgestellt.
1957 Zeichnungen für die japanische Zeitschrift „Mainichi“. Treffen mit Picasso und Pignon. Letztes Treffen mit seinem Freund Oscar Dominguez.
1958 Rückkehr nach „Cheval de Brique“.
1959 In seinen Gemälden erscheinen erstmalig Menschen die aus Blumen komponiert sind. Ausstellung in der Galerie David et Garnier.
1960 Entwürfe für drei große Wandbehänge. Es erscheint ein erstes Werksverzeichnis von Coutauds Arbeiten in Genf.
1962 Ausstellung in der Galerie André Weil.
1963 Reise nach Japan. Ausstellungen in Tokio, Osaka, Nagoya.
1964 Gruppenausstellung mit Surrealisten. Grand Prix auf dem Festival de peinture d’Antibes. Ehrenprofessur am Ecole Nationale Supérieure des Beaux Arts de Paris.
1965 Retrospektive im Château Museum in Canges sur Mer.
1966 Ausstellung in Tokio.
1967 „Grand Prix de Peinture“ der Stadt Paris für „Pigeon du 25 juillet“.
1968 Teilnahme am „Trésors du Surréalisme“ in Knokke.
1969 Reise nach Jersey. Ausstellung in Tokio. Retrospektive im Museum Ingres.
1971 Zahlreiche Illustrationen. Erhält den „Grand Prix de l’Institut des Beaux Arts“.
1972 Coutauds Mutter stirbt in Nîmes.
1974 Ausstellung in der Galerie Françoise Tournié, Paris.
1976 Ausstellung in der Galerie des Grands Augustins, Paris.
1977 Coutaud stirbt am 21. Juni in Paris.
1982 Der Strand „Cheval de Brique“ versinkt durch einen Erdrutsch im Meer.

 
   

 
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